Versuch Schwefelkugel

Hierzu baute Guericke sich eine Terrella (kleine Erde), die aus 7 Stoffen, hauptsächlich aus Schwefel (Schwefelkugel), bestand. Er bemerkte bei Versuchen mit dieser Kugel, daß sie, wenn man sie rieb, Körperchen anzog oder abstieß, was er einer elektrischen Kraft zuschrieb, die schon von anderen Forschern wie Gilbert (1600) und Cabaeus (1629) beobachtet wurde.

Er konnte neben der elektrischen Anziehung und Abstoßung zeigen, daß ein frei hängender Leinenfaden, dessen oberem Ende die Kugel genähert wurde, an seinem unteren, freien Ende ebenfalls anziehend wirkte.

Er schrieb 1672: ... Dadurch kann man ganz sichtlich nachweisen, daß sich die Kraft in dem Leinenfaden bis ans untere Ende erstreckt hat .... Damit zeigte Guericke die Ausbreitung der Elektrizität in einem festen Körper, den wir heute als elektrische Leitung bezeichnen. Er konnte bereits damals die elektrische Kraft durch Berührung von einem elektrischen Körper auf einen anderen übertragen.

Einige Wissenschaftshistoriker würdigen Guericke deshalb als Vater der Elektrostatik.

Einige Wissenschaftshistoriker würdigen Guericke deshalb als Vater der Elektrostatik.

In der Ausstellung der Otto-von Guericke-Museums wird ein Bandgenerator gezeigt, mit dem die Abstoßung und Anziehung sowie Leitung der Elektrizität demonstriert werden kann.

(Quelle: Otto-von-Guericke-Gesellschaft e.V.)