Otto-von-Guericke-Stiftung

Grundgedanke

Magdeburg ist mit 1.200 Jahren eine der ältesten Städte in den östlichen Bundesländern. Im 17. Jahrhundert, dem Jahrhundert des „Aufbruchs in die Neuzeit“, lebte und arbeitete der Patrizier Otto von Guericke in Magdeburg. Seine Person ist bis in die heutige Zeit untrennbar mit dieser Stadt verbunden.

Viele Jahrzehnte wirkte Otto von Guericke in dieser Stadt und ging mit seinen Denkansätzen und Erfindungen als eine geniale Persönlichkeit in die Weltgeschichte ein.

Die Neuen Magdeburger Experimente, insbesondere der „Große Magdeburger Halbkugelversuch“ sind in der Fachliteratur und in den Schulbüchern weltweit zu finden. Seine geistigen Ideen und Erfindungen setzen sich heute ganz besonders in der modernen Vakuum- und Elektrotechnik fort. Den Naturforscher, Erfinder, Ingenieur, Diplomaten und den Jahrzehnte wirkenden Ratsherren und Bürgermeistern Magdeburgs gilt es mit Nachhaltigkeit zu ehren. Sein Vermächtnis zu wahren, seine Leistungen zu popularisieren, seine Ideen weiterzuentwickeln, in seinem Sinne zu wirken soll uns Verpflichtung sein.

Wo und wie könnte dies besser geschehen, als in einer Otto-von-Guericke-Stiftung mit Sitz in seiner Heimatstadt Magdeburg.

Stiftung – Zukunft und Ziele

Die zunehmende Knappheit der Finanzmittel des Bundes, der Länder und Städte ist ein Grund für die mangelnde Förderung von Projekten und Vorhaben in Kunst, Kultur und Geschichte. Förderung von gewinnarmen oder zuschußbedürftigen Vorhaben sind die Ausnahme. Unter diesem Blick wird die Pflege des Erbes Otto von Guerickes nur geringfügige staatliche Geldmittel zu erwarten haben.

Daher ist es notwendig und erforderlich, Geldquellen anderer Art zu finden, um dieses Kulturgut zu erhalten und zu popularisieren. Unter diesem Blick rücken besonders Stiftungen in den Blickpunkt. Die Organisationsform der Stiftung wird als effektive Möglichkeit bürgerlichen Engagenments begriffen, bei dem finanziell unterschiedlich ausgestatteten Menschen die Möglichkeit gegeben wird, private Mittel öffentlichen Zwecken zuzuwenden. Stifter kann jeder sein, der bereit ist, den angegebenen Zweck finanziell zu unterstützen.

Dauerhaft wird das so entstandene Stiftungsvermögen (es gilt als unantastbar) durch Verwendung seiner Erträge zur Unterstützung und Förderung der satzungsgemäßen Ziele zukunftsträchtig genutzt.

  • Erweiterung und Ausbau des Otto-von-Guericke Museums Lukasklause
  • Pflege des Erbes Otto-von-Guerickes in Worten, Bildern, Ausstellungen, Experimenten und modernen Medien
  • Förderung und Unterstützung der Otto-von-Guericke-Gesellschaft in gemeinsamen Projekten
  • Einwerbung von Sach- und Geldmitteln (Zustiftungen, Spenden, Sponsoring)
  • Initiierung und Förderung der Guericke-Forschung (Stipendienvergabe)
  • Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit der Otto-von-Guericke Gesellschaft und des Museums Lukasklause
  • Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie der museumspädagogischen Arbeit im Sinne des Menschen- und Weltbildes Guerickes